Kinoprogramm im Guckguck und im Rathaussaal


Hier präsentieren wir alle Filme für den Zeitraum März bis Mai 2017 im Überblick sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Die Veranstaltungsorte & Eintrittspreise:

- Cafe "Zum Kuckuck", Linzer Straße 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Reservierung unter 07472/61456

- Rathaussaal Amstetten, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Keine Reservierung möglich!

Köpek-Köpek
Köpek Zoom

Köpek

Im Rahmen der ars femina 2017 - 3. Abend unseres Themenschwerpunkts "Homophobie und Sexismus":

Do., 09.03., 19.00 Uhr im Rathaussaal Amstetten

Regie: Esen Isik, Schweiz 2015, 100 min., Sprache: Türkisch mit deutschen Untertiteln!

Ein gewöhnlicher Tag in Istanbul.
Der zehnjährige Cemo verkauft auf der Strasse Papiertaschentücher, um seine Familie zu unterstützen. Auf seinen Streifzügen beobachtet er in einem besseren Quartier ein gleichaltriges Mädchen, in das er sich verliebt.

Kann er mit seinem Geschenk, einem jungen Hund, ihr Herz erobern? Hayat wird von ihrem Ehemann terrorisiert. Als ihr ehemaliger Verlobter in die Stadt kommt, verabreden sie sich zu einem heimlichen Treffen am Hafen. Gefangen in ihrer Rolle als Ehefrau, kann sie sich ihm jedoch nicht öffnen. Wird sie es schaffen, sich von ihrem gewalttätigen Ehemann zu lösen?

Die transsexuelle Ebru muss sich prostituieren, um über die Runden zu kommen. Sie führt eine heimliche Beziehung mit einem gut situierten Apotheker, der sich aber nicht öffentlich zu ihr bekennen will. Wird es ihr gelingen, seine Bedenken zu zerstreuen? Ein aufwühlender Film über drei Menschen, die alles daran setzen, ihre Sehnsucht nach Liebe zu erfüllen.

Authentisch und mit einem aufmerksamen Blick für die Poesie des Alltags erzählt KÖPEK (türkisch für Hund) so zärtliche wie erschütternde Geschichten über Liebe, Tod und die türkische Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. KÖPEK ist das Langfilmdebüt der türkischstämmigen Regisseurin Esen Işik, die schon zweimal mit Kurzfilmen den Schweizer Filmpreis gewonnen hat.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Filmgespräch unter der Leitung von Jürgen Adelmann statt.
Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Foto: cineworx filmproduktion
Maggie´s Plan-Maggie´s Plan
Maggie´s Plan Zoom

Maggie´s Plan

Di., 14.03. und Mi. , 15.03. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Rebecca Miller, USA 2015, 92 min.
 
Maggie (Greta Gerwig) hat einen Plan: Sie wünscht sich ein Kind – einen Vater sieht der Lebensentwurf der mittdreißiger New Yorkerin dabei jedoch nicht vor. Ein geeigneter Samenspender ist schnell gefunden, doch kurz bevor Maggie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, steht John (Ethan Hawke) vor der Tür, enttäuscht von seiner eingefahrenen Ehe mit der dominanten Georgette (Julianne Moore), bereit mit Maggie einen Neuanfang zu wagen.

Wo die meisten Romantikkomödien enden, geht es bei Maggies Plan erst richtig los: Drei Jahre später ist Maggie zwar glückliche Mutter, aber John arbeitet lieber an seinem Roman als an seiner Ehe mit ihr. Maggies Lösung: Es muss ein neuer Plan her! John soll zurück zu seiner Ex-Frau. Doch bald muss Maggie erkennen, dass sie ihre Rechnung ohne Georgette und Ehemann John gemacht hat.

Foto: thimfilm
Von Menschen und Pferden (Hross í oss)-Von Menschen und Pferden (Hross í oss)
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Von Menschen und Pferden (Hross í oss)

Di., 21.03. und Mi., 22.03., 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Benedikt Erlingsson, Island 2013, 80 min.

In einem abgelegenen Tal in Island beobachten Nachbarn einander, als wäre Intimität die wertloseste Nebensache der Welt. Der erste offizielle Besuch von Kolbeinn (Ingvar Eggert Sigurðsson) bei der jungen Witwe Solveig (Charlotte Bøving) wird folglich streng überwacht – aus Distanz und mit entsprechend vielen Ferngläsern. Solveigs Hengst Brúnn und Kolbeinns Stute Grána interessiert das wenig. Unter Beobachtung aller kommen die Isländer-Pferde zu genau der Sache, an die die frisch Verliebten kaum wagen zu denken.

Von Menschen und Pferden ist ein Film über die Liebe, in all ihren Formen und ihren Irrungen und Wirrungen.
Aus dem Blickwinkel der Pferde betrachtet erscheint das Verhalten der Menschen geradezu tragisch-komisch bis absurd. Das Spielfilmdebüt des isländischen Schauspielers und Theaterregisseurs Benedikt Erlingsson betört durch fantastische Bildwelten, schrägen Humor und einem Faible für skurrile Gestalten – sowohl bei den Menschen als auch den Pferden.

Der witzig-charmante Episodenfilm war Islands Kandidat für den Oscar als Bester nichtenglischsprachiger Film. Produziert wurde der vielfach ausgezeichnete Film von Islands Regielegende Friðrik Þór Friðriksson. Deutscher Ko-Produzent ist Christoph Thoke von Mogador Film.

Foto: Polyfilm Filmverleih
Der Vollposten - Avanti Beamti [Quo vado?]-Der Vollposten - Avanti Beamti [Quo vado?]
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Der Vollposten - Avanti Beamti [Quo vado?]

Di., 28.03. und Mi., 29.03. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Gennaro Nunziante, Italien 2016, 86 min.

Checco (Checco Zalone) hat das, wovon andere nur träumen können: Eine unbefristete Festanstellung in der Landesverwaltung für Jagd und Fischerei. Seine alles andere als arbeitsintensive Position sichert ihm nicht nur Geschenke der vorsprechenden Antragsteller, sondern auch die uneingeschränkte Hingabe seiner Dauerfreundin. Doch dann beschließt die Regierung eine Reform der öffentlichen Verwaltung, und Checco wird vor die Wahl gestellt: Kündigung oder Versetzung. Stur klammert er sich an seine ihm heilige Festanstellung.
Doch die eiskalte Direktorin Sironi (Sonia Bergamasco) will Checco loswerden und entsendet ihn an immer abgelegenere Orte, sogar weit über die Grenzen Italiens hinaus.


Genüsslich nimmt die freche Culture-Clash-Komödie um den liebenswerten Macho Zalone Beamtentum und kulturelle Klischees auf die Schippe, feiert das italienische Lebensgefühl und lockt somit rekordverdächtige zehn Millionen seiner Landsleute ins Kino.

Foto: Lunafilm
Ich und Kaminski-Ich und Kaminski
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Ich und Kaminski

Di., 04.04. und Mi., 05.04., 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Ivan Calbérac, Frankreich 2015, 98 min.

Deutschland kurz vor der Jahrtausendwende. Sebastian Zöllner (Daniel Brühl), Kunstjournalist und Meister der Selbstüberschätzung, plant seinen großen Coup: ein Enthüllungsbuch über den legendären, aber fast vergessenen Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen), Schüler von Matisse und Freund von Picasso, der einst als „blinder Maler“ Berühmtheit erlangte. Der skrupellose und ehrgeizige Karrierist macht sich auf den Weg zu dem entlegenen Chalet hoch oben in den Alpen, wo der greise Künstler zurückgezogen und von Vertrauten abgeschirmt lebt. Er dringt in Kaminskis Haus, Leben und Vergangenheit ein und nimmt ihn kurzerhand mit auf eine halsbrecherische und irrwitzige Reise zu dessen tot geglaubter Jugendliebe.
Unterwegs will er ihm mit List und Dreistigkeit seine Geheimnisse entlocken. Aber bald muss er feststellen, dass er dem Alten, ob blind oder nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

Wolfgang Beckers neuer Film Ich und Kaminski ist ein komödiantisch-satirischer Einblick in die Kunstwelt. Ein Roadmovie, das durch halb Europa führt, gesäumt von peinlichen Situationen und schmutzigen Tricks. Ein Duell zweier unterschiedlich begabter Hochstapler, deren Geschichten sich ineinander spiegeln.

Foto: Filmladen Filmverleih
Birnenkuchen mit Lavendel-Birnenkuchen mit Lavendel
Birnenkuchen mit Lavendel Zoom

Birnenkuchen mit Lavendel

Di., 11.04. u. Mi., 12.04. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Éric Besnard, Frankreich 2015, 101 min.
 
Manchmal kann ein kleiner Unfall auch ein unverhoffter Glücksfall sein. Louise lebt auf einem Birnenhof in der Provence und kümmert sich seit dem Tod ihres Mannes um den Birnenanbau. Doch die Bank will den Kredit zurück, die Abnehmer zweifeln an ihrer Kompetenz und dann fährt sie auch noch einen Fremden vor ihrem Haus an. Pierre, so heißt der verletzte Mann, scheint irgendwie anders zu sein. Er ist verdammt ordentlich, frappierend ehrlich, ein Eigenbrötler, der am liebsten Primzahlen zitiert. Der sensible Mann blüht in Louises Gegenwart auf, hilft ihr mehr schlecht als recht beim Verkauf ihrer köstlichen Birnenkuchen auf dem Markt und hat das Gefühl, etwas gefunden zu haben, das er gar nicht zu vermissen glaubte: ein Zuhause.
Louise versucht ihn aus ihrem Leben und ihrem gebrochenen Herzen herauszuhalten. Doch Pierre lässt sich nicht so einfach abschütteln. Nur wovor läuft er davon? Louises Leben ist wundersam auf den Kopf gestellt und doch droht ihr dieses kleine Glück wieder zu entgleiten.

Eine liebevoll erzählte romantische Komödie über eine zauberhafte Anziehungskraft, die auf wunderbare Art ganz anders ist.

Foto: Filmladen Filmverleih
Kater-Kater
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Kater

4. Abend unseres Themenschwerpunkts „Homophobie und Sexismus“:

Mi., 19.04., 19.00 Uhr im Rathaussaal Amstetten
Drehbuch u. Regie: Klaus Händl, Österreich 2016, 114 min.

Andreas und Stefan haben ein glückliches Leben voller Leidenschaft: Gemeinsam mit ihrem geliebten Kater Moses bewohnen sie ein schönes altes Haus in den Weinbergen von Wien, sie arbeiten als Musiker und Disponent in demselben Orchester; sie lieben ihren großen Freundeskreis.
Ein Gewaltausbruch, plötzlich und unerklärlich, erschüttert ihre Beziehung – der blinde Fleck, den wir in uns tragen.

„Kater“ macht vor allem eines deutlich: Mögen uns Tiere auch noch so unergründlich erscheinen – wir selber sind uns oft die viel fremderen Wesen. (Franco Schedl)

Händl Klaus inszeniert ein intensives Beziehungsdrama zwischen zwei Männern, das auf der Berlinale mit dem ‚Teddy Award‘, einem der weltweit wichtigsten queeren Filmpreise, ausgezeichnet wurde.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussionsrunde statt.
Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Foto: © Thimfilm
Thank you for bombing-Thank you for bombing
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Thank you for bombing

Di., 25.04. u. Mi., 26.04., 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Barbara Eder, Österreich 2015, 103 min.

Die Wege von drei internationalen TV-Korrespondenten kreuzen sich in einem Krieg, der nicht beginnen will und doch schon längst im Leben der Figuren stattfindet.

1. MILAN VIDIČ
handelt von Ewald (Erwin Steinhauer), einem alten Auslandskorrespondenten aus Österreich, der sein Dasein mittlerweile nur mehr in der Redaktion in Wien fristet, wo er Berichte für die täglichen Nachrichten betreut. Die Gräueltaten vergangener Kriege, die er über viele Jahre den Österreichern ins Wohnzimmer geliefert hat sind längst vergessen. Nur Ewald riecht manchmal noch immer Leichengeruch an seiner Kleidung. Völlig unvermutet erhält er den Auftrag, nach Afghanistan zu fahren. Ewald kommt nie an, denn noch am Flughafen holt ihn seine Vergangenheit ein.

2. FITZ & BERGMANN
In Afghanistan berichtet indes Lana (Manon Kahle), eine amerikanische Journalistin, vom bevorstehenden Krieg. Lana möchte eines Tages als anerkannte Journalistin gelten und sieht diesen Auftrag als Chance, endlich zu zeigen was sie drauf hat. Doch sowohl ihr Produzent als auch ihre Kollegen sehen Lana nur als hübsche Erscheinung am Bildschirm, die Quote bringt. Die Tatsache, dass der Krieg einfach nicht beginnen will, macht es Lana nicht unbedingt leichter. Die Langeweile schafft Momente zum Zeitvertreib, die für die Männer den Körper einer attraktiven Kollegin zum Ziel machen. Es scheint „part of the game“ zu sein und ist offensichtlich ein Zeichen ihrer Professionalität, diese Übergriffe zu ertragen.

3. WAR
Das Redaktions-Team rund um Cal (Raphael von Bagern), einen amerikanischen Korrespondenten, hat schon seit Wochen im Hinblick auf die erwarteten Unruhen in Kabul und anderen Brennpunkten mehrere Sendestützpunkte installiert, um möglichst live über Tod und Zerstörung berichten zu können. Doch der erwartete Krieg will nicht beginnen. Das Warten wird für Cal zum Kampf mit sich selbst.

Fotos: Filmladen Filmverleih/Lotus Film
Ma Ma - Der Ursprung der Liebe-Ma Ma - Der Ursprung der Liebe
Ma Ma - Der Ursprung der Liebe Zoom

Ma Ma - Der Ursprung der Liebe

Di., 02.05. u. Mi., 03.05. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Julio Medem, Spanien/Frankreich 2015, 111 min.

Gerade meint Magda (Penélope Cruz) den Krebs besiegt zu haben und freut sich über ihre zweite Schwangerschaft, da kommt die Hiobsbotschaft: nun ist auch die zweite Brust befallen. Doch Magda lässt sich nicht unterkriegen. Mit Leidenschaft, einem großen Herz und einem starken Willen sagt sie der Krankheit den Kampf an und baut ihre neue Familie auf. Sie stürzt sich in ein neues Leben und vermag es dabei, allen, die ihr auf ihrem Weg begegnen, Hoffnung und Freude zu schenken.

Eine Geschichte über die Schönheit des Lebens und die unermessliche Liebe für die eigenen Kinder, die bis und über den Tod hinaus geht.

Foto: Filmladen Filmverleih
Toni Erdmann-Toni Erdmann
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Toni Erdmann

Di., 09.05. u. Mi., 10.05., 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Maren Ade, Deutschland/Österreich 2016, 162 min.

Toni Erdmann - Winfried (Peter Simonischek), 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines (Sandra Hüller) ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing- Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Foto: Filmladen Filmverleih

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