Kinoprogramm


Hier präsentieren wir alle Filme für den Zeitraum April bis Mai 2018 im Überblick sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Die Veranstaltungsorte & Eintrittspreise:

- Kinosaal Guckguck, Linzerstr. 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Reservierung: <Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>

- Rathaussaal Amstetten, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 10,- für Erwachsene, € 7,- für Schüler & Studenten
Keine Reservierung möglich!

Free lunch Society - Komm Komm Grundeinkommen-Free lunch Society
Free lunch Society Zoom

Free lunch Society - Komm Komm Grundeinkommen

Im Rahmen unseres Themenschwerpunkts:
„Unsere und ihre Werte – aber wer sind wir, wer sind die anderen?“

Veranstaltet durch Südfilmfest, KAB-Mostviertel, ATTAC-Regionalgruppe Mostviertel und mit freundlicher Unterstützung durch Betriebsseelsorge Mostviertel und Armutsnetzwerk NÖ. Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung.

Mi., 11.04., 19.00 Uhr im Rathaussaal Amstetten
Dokumentation; Drehbuch und Regie: Christian Tod, Österreich/Deutschland, 2018, 94 min.

Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur unter der Leitung von Jürgen Adelmann. Für ein Büfett im Anschluss ist gesorgt!

Das bedingungslose Grundeinkommen bedeutet Geld für alle – als Menschenrecht ohneGegenleistung! Visionäres Reformprojekt, neoliberale Axt an den Wurzeln des Sozialstaates oder sozialromantische linke Utopie?
Und was würden Sie tun, wenn für Ihren Lebensunterhalt gesorgt wäre?

Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter.
Entscheidend dafür, welche Seite der Medaille man sieht, ist das eigene Menschenbild:
Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen?
Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen, und weil wir nie die Freiheit hatten, uns anders zu verwirklichen?
Unbestritten ist das Grundeinkommen eine verlockende Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen.

Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe nimmt uns der Film mit auf eine große Reise, und zeigt uns, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.

Foto: Golden Girls Filmproduction

[FILMTRAILER]
Les chateaux de sable / Die Schlösser aus Sand-Die Schlösser aus Sand
Die Schlösser aus Sand Zoom

Les chateaux de sable / Die Schlösser aus Sand

Di., 17.04. u. Mi., 18.04. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Olivier Jahan, Frankreich, 2015, 102 min.

Eine Liebesgeschichte aus der Bretagne.

Nach dem Tod ihres Vaters muss Eleonore dessen Haus verkaufen. Gemeinsam mit ihrem Ex-Freund Samuel, mit dem sie dort etliche schöne Sommer verbracht hat, macht Eleonore sich auf den Weg in die Bretagne, denn Samuel hat Eleonore angeboten, ihr beim Hausverkauf zu helfen; er fühlt sich verpflichtet, ihr beizustehen. Da er aber mittlerweile mit Laure zusammen lebt, versucht er, Distanz herzustellen. Er wohnt im Gästehaus und repariert die Terrasse, während Eleonore Papiere, Fotos und Briefe durchsieht.

In der ländlichen Abgeschiedenheit merken Samuel und Eleonore aber, dass jeder für den anderen noch starke Gefühle empfindet. Die Wunden, die sie einander einst zugefügt haben, sind noch längst nicht verheilt, aber auch die
gegenseitige Anziehung ist ungebrochen. Samuel ahnt schon bald, dass es keine gute Idee war, seine Ex-Freundin auf ihre Reise in die Vergangenheit zu begleiten.

Der Regisseur hat diesen wunderbaren, charmanten Film im Haus seines eigenen Vaters mit einem kleinen Budget in etwa 20 Tagen gedreht. Das Ende des Films ist vorherzusehen: Eleonore und Samue wissen, dass sie das Wiederfinden ihrer Liebe nicht mit dauernder Harmonie verwechseln dürfen. Daraus ist auch der Titel des Films entstanden: Sandburgen, das sind Gebilde, die aufgebaut werden, zerstört werden, wieder aufgebaut ...

Foto: Polyfilm © Frédéric Stucin

[FILMTRAILER]
The Square-The Square
The Square Zoom

The Square

Di., 24.04. und Mi., 25.04., 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch und Regie: Ruben Östlund, S/D/F/DK, 2017, 142 min., ab 12!

„Klug und zum Schreien komisch“ - New York Times Magazine

„Ein bitterböser Genuss“ - The Playlist

Christian ist erfolgreicher Kurator des Museums für zeitgenössische Kunst in Stockholm. Er ist engagierter Vater, fährt ein Elektroauto und setzt sich für die gute Sache ein. Gegenwärtig bereitet er für das Museum das neue Projekt „The Square“ vor. Dabei handelt es sich um eine Kunstinstallation, ein weiß eingegrenztes Quadrat von vier mal vier Metern auf einem beliebigen öffentlichen Platz, das Passanten zu altruistischem Handeln einladen und sie an ihre Rolle als verantwortungsbewusste Mitmenschen erinnern soll.

Doch es ist oft schwierig, seinen eigenen Idealen im Alltag auch gerecht zu werden. Christians Handy wird gestohlen, und er begibt sich auf die Jagd nach dem Täter. Auf der Suche nach ihm gerät er in immer absurdere Situationen und er beginnt daraufhin, sein eigenes moralisches Handeln zu hinterfragen.
Gleichzeitig ist er mit einer provokanten Marketingkampagne konfrontiert, die die museumseigene PR-Agentur für „The Square“ entwickelt hat. Die Resonanz ist überwältigend und stürzt sowohl Christian als auch sein Museum in eine existentielle Krise.

The Square ist eine grandiose Gesellschaftskomödie, es ist intellektuelles, halb ernstes, halb satirisches Kino, das 2017 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Foto: Filmladen Filmverleih

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Der Schamane und die Schlange-Der Schamane und die Schlange
Der Schamane und die Schlange Zoom

Der Schamane und die Schlange

Nur Mi., 02.05., 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch und Regie: Ciro Guerra, Kolumbien, 2016, 125 min.

Ciro Guerra wurde für seine faszinierende Reflexion über Mensch und Natur neben zahlreichen anderen Preisen mit einer Oscarnominierung für den Besten fremdsprachigen Film belohnt.

Zwei Forscher dringen ins Innerste des Amazonas vor: der deutsche Ethnologe Theodor Koch-Grünberg im Jahr 1909 und der amerikanische Botaniker und Abenteurer Evan Schultes im Jahr 1940. Auf der Suche nach einer seltenen, im Urwald verborgenen Wunderpflanze sind sie auf Hilfe angewiesen, und werden beide vom selben Mann, einem Schamanen namens Karamakate, begleitet, einem Überlebenden eines ausgelöschten Stammes.
Ob sie ihr Ziel erreichen werden, und davon erzählt dieser besondere Film auf großartige Weise, liegt nicht an den Hindernissen, mit denen Fluss und Urwald ihnen das Fortkommen erschweren, sondern an den inneren Hürden der Suchenden.

Der Schamane und die Schlange ist ein mutiges Epos, in dem sich die beiden realen Handlungen zum zeitüberschreitenden spirituellen Abenteuer, zum bildgewaltigen psychedelischen Trip wandeln. Die Expeditionen führen jedoch nicht ins Herz der Finsternis, sondern sie sind eine Reise ins Licht der Erkenntnis.
Der Film wurde in Schwarz-Weiß gedreht, was die beiden Zeitebenen im Film visuell verbindet; nur
eine Traumszene ist in Farbe.

Foto: Liliana Merizalde

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Django - Ein Leben für die Musik-Django - Ein Leben für die Musik
Django - Ein Leben für die Musik Zoom

Django - Ein Leben für die Musik

Di., 08.05. u. Mi., 09.05. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch u. Regie: Étienne Comar, Frankreich, 2017, 117 min.

Mit dieser packenden Filmbiographie, die sich der wahren Geschichte um Django Reinhardts Flucht in die Schweiz annähert, eröffnete der französische Filmemacher Étienne Comar die heurige Berlinale.

Jean Reinhardt, genannt Django, war eines der größten Musikgenies des 20. Jahrhunderts, ein unkonventioneller Künstler und Freigeist, der den europäischen Jazz quasi im Alleingang erfand.
Er wurde 1910 als Sohn einer belgischen Sinti-Familie geboren.
Schon früh zeigte sich sein großes musikalisches Talent, besonders auf der Konzertgitarre war er ein Genie – und das,
obwohl ihn ein Brand mit einer verkrüppelten linken Hand zurückgelassen hatte.

Der Film setzt in den 1940er Jahren ein, als Django am Höhepunkt seiner Karriere ist. Jeden Abend begeistert er die Pariser Zuhörer mit seinem Gypsy Swing, einer Musik voll Lebenslust und Witz. Während viele andere Sinti aus rassischen Motiven verfolgt und interniert werden, wiegt sich Django auf Grund seiner Popularität in Sicherheit. Bis ihn Vertreter des NS-Propagandaapparats auffordern, auf Tournee nach Deutschland zu gehen, um gegen die US-amerikanische „Negermusik“ anzuspielen. Django weigert sich…
Schließlich hilft ihm eine Pariser Verehrerin, mit seiner schwangeren Frau und seiner Mutter unterzutauchen und in ein Dorf in der Nähe der Schweizer Grenze zu gelangen. Als er versucht, mit Frau und Mutter über den Genfer See zu
kommen, sind ihm die Nazis dicht auf den Fersen.

Foto: Filmladen Filmverleih © Roger Arpajou

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Una mujer fantástica / Eine fantastische Frau-Eine fantastische Frau
Eine fantastische Frau Zoom

Una mujer fantástica / Eine fantastische Frau

Di., 15.05. und Mi., 16.05. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Drehbuch und Regie: Sebastián Lelio, Chile, 2017, 104 min.

"Eine fantastische Frau" gewann bei der Berlinale 2017 den Silbernern Bären für das beste Drehbuch und erhielt 2018 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Die Kellnerin und Hobbysängerin Marina (Daniela Vega) lebt mit dem 20 Jahre älteren wohlhabenden Orlando zusammen. Für Marina hat er seine Familie verlassen und die beiden planen ihre weitere gemeinsame Zukunft. Doch nach einer ausgelassenen Geburtstagsfeier schlägt das Schicksal zu: Orlando fühlt sich erst unwohl, reagiert dann nicht mehr, und nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus können die Ärzte nur mehr seinen Tod feststellen.

Für Marina bricht mit dem Tod ihres Geliebten nicht nur eine Welt zusammen, sondern als Transfrau sieht sie sich auch in ihrer Trauer schlimmen Anfeindungen ausgesetzt: Orlandos Familie will sie nicht in ihren Reihen akzeptieren und ihr sogar die Teilnahme an der Beerdigung verbieten. Schließlich wird ihr sogar unterstellt, an Orlandos Tod Mitschuld zu sein, und man verlangt von ihr, aus der gemeinsam von ihr und ihrem Partner bewohnten Wohnung auszuziehen. Verzweifelt kämpft Marina um die Anerkennung ihrer Liebe und ihrer Trauer.

"Ein berührender und absolut sehenswerter Film, meisterhaft gespielt von Daniela Vega" (RBB)

"Ein Meisterwerk" (The Guardian)

Foto: Polyfilm Filmverleih

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Diverso da chi? / Mal was anderes?-Diverso da chi? / Mal was anderes?
Diverso da chi? / Mal was anderes? Zoom

Diverso da chi? / Mal was anderes?

Di., 22.05. (OmU) u. Mi., 23.05. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Umberto Riccioni Carteni, Italien, 2009, 103 min.

Der junge, schwule Zentrumspolitiker Piero, der seit 14 Jahren mit seinem Partner Remo zusammen ist, ist voller Elan, als die grauen Eminenzen seiner Partei ihm antragen, sich doch bei der internen Vorwahl auf den Posten des Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Stadt zu bewerben. Was er nicht ahnt: Die Aufforderung zur Kandidatur ist nur eine Farce, um einen vorgeschobenen Gegenkandidaten zu haben und die resolute Politikerin Adele als Vize zu verhindern. Allerdings geht die Rechnung der Honoratioren nicht so auf wie erwartet.
Denn just bei der Verkündigung des Ergebnisses der Vorwahlen bricht der eigentliche Spitzenkandidat zusammen und stirbt, so dass die Partei nun mit einem liberalen Schwulen und einer konservativen und nicht sehr geschätzten Frau ins Rennen gehen muss.

Klar, dass bei dieser Kombination schon bald die Fetzen fliegen, denn Adeles Bild von der Familie als Keimzelle des Staates lässt sich kaum mit Pieros freizügigem Lebensstil in Einklang bringen. Und es droht noch weiteres Ungemach: Piero und Adele verlieben sich ineinander ...

Mit viel Dialogwitz sowie mancherlei Missverständnissen und Turbulenzen ist "Mal was anderes?" eine erfrischende Komödie über Geschlechterrollen, über Toleranz und die Fallstricke der Politik, wie sie sich vor allem in Italien darstellen.

Foto: Pro-Fun
Maudie-Maudie
Maudie Zoom

Maudie

Di., 29.05. u. Mi., 30.05. (OmU), 19.30 Uhr im Guckguck
Regie: Aisling Walsh, Kanada/Irland, 2016, 116 min.

Dieser wunderschöne Film erzählt die wahre Geschichte von Maud Dowley.
Sie war durch rheumatoide Arthritis schwer beeinträchtigt; sie humpelte und ihre Hände waren verkrüppelt. Trotzdem
wollte sie immer nur malen, aber ihre Familie traute ihr überhaupt nichts zu. Eines Tages bewarb sie sich als Haushälterin auf eine Annonce, die der barsche Fischer und Hausierer Everett Lewis aufgegeben hatte. Leider stellte sich bald heraus, dass Maud als Haushälterin wirklich wenig taugte. Abersie begann, das kleine, graue Elf-Quadratmeter-Haus mit farbenfrohen Bildern zu bemalen. Die Farben bettelte sie dem Hausherrn ab, der sie ihr aus der Stadt mitbrachte. Allmählich fand Mauds naive Malerei Anerkennung und aus der „unmöglichen“ Partnerschaft zwischen Maud und Everett wurde Liebe.

Im Film setzt die Handlung 1938 mit der ersten Begegnung des Paares ein und endet mit Mauds Tod im Jahr 1970.
Für Aisling Walsh war Maud „ein verwundeter Vogel“ und Everett „eine Vogelscheuche“. Und für diese zwei Rollen geeignete Darsteller zu finden war eine große Hürde. Aber bald war der Regisseurin klar: Wenn Maudie, dann nur mit Sally Hawkins, die sich dann auch spontan in das Drehbuch verliebte, und mit Ethan Hawke, der Herz und Seele in die Rolle des griesgrämigen Everett brachte.
Und tatsächlich zählt die Darstellung dieser beiden Schauspieler zu den Sternstunden der Schauspielkunst.

"Einer der besten Filme des Jahres." (SCENE CREEK)

Foto: © Photo by Duncan Deyoung, Courtesy of Mongrel Media

[FILMTRAILER]

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