Kinoprogramm im Rathaussaal


Hier präsentieren wir alle Filme für den Zeitraum Jänner bis März 2018 im Überblick sowie das Programmheft als PDF-Dokument zum kostenlosen Download.

Die Veranstaltungsorte & Eintrittspreise:

- Rathaussaal Amstetten, Rathausstraße 1, 3300 Amstetten
Eintrittspreise: € 7,- für Erwachsene, € 4,- für Schüler & Studenten
Keine Reservierung möglich!

Vorraussichtlich ab April werden wieder alle Filme wie gewohnt im Café Kuckuck gespielt!

This Beautiful Fantastic / Der wunderbare Garten der Bella Brown-This Beautiful Fantastic / Der wunderbare Garten der Bella Brown
This Beautiful Fantastic / Der wunderbare Garten der Bella Brown Zoom

This Beautiful Fantastic / Der wunderbare Garten der Bella Brown

Di., 23.01. u. Mi., 24.01. (OmU), 19.30 Uhr Uhr im Rathaussaal Amstetten
Drehbuch und Regie: Simon Aboud, GB, 2016, 92 min.

In dieser märchenhaft-skurrilen Liebeskomödie wird mit großen Augen auf das Chaos des Lebens geschaut – ein etwas anderer Wohlfühlfilm.

Bella (Jessica Brown Findlay), als Baby offenbar an einem See ausgesetzt und von Enten gerettet (!), ist ein ordnungsfanatischer Sonderling. Sie hat für jeden Wochentag eine eigene Zahnbürste und sammelt Dinge des Alltags wie Münzen, Gummiringerl und Abfallprodukte eines Bleistiftspitzers in hübschen Gläsern. Eigentlich will sie Kinderbuchautorin sein, und in ihrer kürzlich begonnenen Bibliothekstätigkeit alphabetisiert sie vor allem alte Folianten.
Und genau in dieses Leben der scheuen und zurückgezogenen jungen Frau platzen nun gleich drei Männer, die sie vor allem in ein emotionales Chaos zu stürzen drohen. Der Nachbar Alfie beschwert sich über den verwilderten Zustand ihres Gartens, der Koch Vernon zieht mit seinen Zwillingstöchtern praktisch in ihrer Küche ein, und in der Bibliothek gibt es noch den etwas seltsam wirkenden, aber attraktiven jungen Erfinder namens Billy, den Bella aufmerksam beobachtet ...

Eine locker hinskizzierte und versponnene Märchenstory, deren unterhaltsamer Zauberkraft man sich nur schwer entziehen kann.
(Thomas Vorwerk)

Foto: Luna Filmverleih

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It’s All About Fish-It’s All About Fish
It’s All About Fish Zoom

It’s All About Fish

Nur am Mi., 31.01., 19.00 Uhr im Rathaussaal
Dokumentarfilm; Regie: Wolfgang Zechner, Österreich/Färöer-Inseln, 2017, 70 min.

Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur unter der Leitung von Jürgen Adelmann.
 
It’s All About Fish ist ein Film über die vielleicht romantischste Geschichte, die es im Fußball zu erzählen gibt: Wenn David über Goliath triumphiert. Als die Färöer-Inseln im legendären Fußballländerspiel am 12. September 1990 unverhofft die Österreichische Nationalmannschaft schlugen, fand sich das winzige Land im Nordatlantik in kollektivem Freudentaumel wieder.
 
In Österreich sitzt der Stachel der Niederlage gegen den vermeintlichen Fußballzwerg tief. Es war von der Schmach des Jahrhunderts die Rede. Gleichzeitig gilt das Spiel als Sternstunde für die färöische Nation. Denn als das Unmögliche geschah, fanden die Inselbewohner zu neuem Selbstbewusstsein. Fußball wurde zum Nationalsport, Stadien wurden gebaut und Rasen wurden verlegt. Der Triumph veränderte das ganze Land.

It’s All About Fish porträtiert das liebenswürdige und kämpferische Inselvölkchen und zeigt, wie dieses Spiel das Land bis heute prägt. Es ist ein Film über Fußball, Unabhängigkeit, Schafe und natürlich über Fisch.

Foto: itsallaboutfish.net

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Mia Madre

In bewährter Zusammenarbeit mit dem Verein DANTE ALIGHIERI:

Di., 06.02. und Mi., 07.02. (OmU), 19.30 Uhr im Rathaussaal

Drehbuch und Regie: Nanni Moretti, Italien/Frankreich, 2015, 106 min.

Vom Leben, Lieben, Arbeiten und der Frage, was denn wirklich wichtig ist.

Wenn die Geschwister Margherita (Margherita Buy) und Giovanni (Nanni Moretti) ihre todkranke Mutter im Krankenhaus besuchen, haben sie verschiedene Speisen mitgebracht. Margherita hat im Imbissladen noch schnell etwas Warmes einpacken lassen, während Giovanni zu Hause gekocht hat und frisch geriebenen Parmesan über die Pasta streut. Aber was zu Beginn des Films nach ungleicher Zuwendung der Kinder aussehen mag, erweist sich im Laufe der Erzählung nur als unterschiedlicher Weg, mit der Situation und der damit einhergehenden Angst umzugehen. Wie kann man Abschied nehmen, wenn man weiß, dass jeder Besuch am Krankenbett möglicherweise der letzte ist? Man verdrängt und übt sich im Festhalten am Alltag. Aber die Gewohnheit bietet nur scheinbar jene Sicherheit, nach der man sich so sehnt.

Der Regisseur Nanni Moretti thematisiert hier den Tod seiner eigenen Mutter, die vor einigen Jahren während der Dreharbeiten zu Habemus Papam verstarb. Mia Madre ist aber keineswegs ein Porträt in Form einer melancholischen Erinnerung, sondern es ist ein Film, der der Trauer mit erstaunlichem Optimismus begegnet und sich in erster Linie für jene interessiert, die zurückbleiben. So bleibt Moretti stets im Hier und Jetzt verhaftet. Und er mischt seinem wehmütigen zugleich einen optimistischen Grundton bei, mit dem er nie davon abrückt, zu behaupten, dass das Leben weitergeht.

Der Verein Dante Alighieri wird dankenswerterweise für kleine kulinarische Aufmerksamkeiten sorgen!

Foto: Thimfilm

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Was uns bindet

Im Rahmen unseres Themenschwerpunkts:
„Unsere und ihre Werte – aber wer sind wir, wer sind die anderen?“

Nur am Di., 20.02., 19.00 Uhr 
im Rathaussaal

Dokumentarfilm; Ivette Löcker, Österreich, 2017, 102 min.

Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin unter der Leitung von Jürgen Adelmann.

Wenn man Vater und Mutter gemeinsam zum Reden bringen will, muss man sie schon selbst zusammensetzen. Ivette Löcker, die schon lange in Berlin lebt, ist für Was uns bindet zu ihren Eltern zurückgekehrt und nähert sich ihnen mit großer Sensibilität an.

„Um die Distanz zu finden, ihnen auf vorurteilsfreie Weise entgegenzutreten, braucht es das Alter. Und die Kamera, die für mich wie ein Schutzschild war und auch Objektivierung gebracht hat. Dadurch habe ich die beiden in der Rolle von Protagonisten sehen können. Ich konnte dann besser abstrahieren. Das ist ein altes Paar, das auf bestimmte Weise miteinander umgeht.“ (Ivette Löcker)

Doch es ist keine abgedichtete Beobachtung, die den Film zu einem außergewöhnlich intimen Dokumentarfilm macht, sondern Löckers eigene Perspektive. Und die ist empathisch, ja voller Liebe, ohne die Unzulänglichkeiten und Versäumnisse ihrer Eltern zu übersehen.

„Es ist auch ein Film, der von verpassten Chancen erzählt. Von Anfang an habe ich mir allerdings vorgenommen, dass der Film etwas Tragikomisches haben muss. Es war wie eine Herausforderung, den Humor in alltäglichen Situationen zu finden.“
(Ivette Löcker)

„Das Gefühl von Heimat habe ich vor allem, wenn ich meine Eltern besuche.“
(Aus dem Interview mit "Der Standard"
vom 2. 12. 2017)

Foto: Filmgarten Filmverleih - © Jürgen Keiper


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Gefördert durch die österreichische gesellschaft für politische bildung.
Was hat uns bloß so ruiniert?-Was hat uns bloß so ruiniert?
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Was hat uns bloß so ruiniert?

Nur am Mi., 28.02., 19.30 Uhr im Rathaussaal
Drehbuch und Regie: Marie Kreutzer, Österreich, 2016, 100 min.

Drei Paare, drei Babys, dreimal das schiere Glück – oder neun kaputte Leben? Marie Kreutzers tragikomische Bestandsaufnahme des Hipsterdaseins mit Nachwuchs ist Pflichtkino – für Eltern und all jene, die es noch werden wollen.

Kräuterzigaretten, gemeinsames Kochen, Designer-Kaffeemaschinen und Selbstverwirklichung: Im Freundeskreis der drei Paare geht es kuschelig zu. Und dann werden Stella, Ines und Mignon schwanger, aber das ist kein Grund, plötzlich spießig zu werden: Man wird die anderen durch seine Liebe, seine Coolness und eventuell durch die Makellosigkeit seines Bindegewebes in Staunen versetzen. - Allerdings wird die idealisierte Vorstellung schon bald von der Realität eingeholt ...

Es geht um die Veränderung von Alltag, Beziehung und Freundschaften, die mit dem Kinderkriegen einhergeht. Es geht um die Einmischung anderer und um die Auflösung des bisherigen Ichs, das nun einem mütterlichen bzw. väterlichen Ich gewichen ist, es geht um das beglückende Elternsein, das gleichzeitig so anstrengend ist.
Ein ehrlicher und sehr witziger Film!

(Hipster legen vor allem Wert auf Authentizität und die Abgrenzung vom Mainstream, sei es durch ihre politische Haltung, ihre Musikvorlieben, ihre Kleidung oder ihre Andersartigkeit im Essverhalten. Durch die enorme Zunahme der Anhänger der Hipster-Kultur wird die angestrebte Unabhängigkeit aber selber immer mehr zum Mainstream.)

Foto: Thimfilm

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L’Avenir / Alles was kommt-L’Avenir / Alles was kommt
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L’Avenir / Alles was kommt

Di., 06.03. und Mi., 07.03. (OmU), 19.30 Uhr im Rathaussaal Amstetten
Drehbuch und Regie: Mia Hansen-Love, F/D, 2016, 100 min.
 
Alles was kommt ist eine sehr französische, angenehm subtile und leichte Tragikomödie, die bei der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet wurde.

Eigentlich ist die Pariser Philosophielehrerin Nathalie (Isabelle Huppert) ganz zufrieden mit ihrem Leben. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, mit einem ehemaligen Schüler unterhält sie eine platonische Beziehung im Dienste der Philosophie, und ihr Ehemann, ebenfalls Philosophielehrer, hat sich zwar in selbstgerechter Korpulenz eingerichtet, taugt aber für geistreiche Streitgespräche am Mittagstisch. Doch eines Abends verkündet er, dass er sie für eine andere verlassen wird ...

In einer ungemein einfühlsamen Gratwanderung spielt Huppert diesen Moment im Leben eines Menschen, der aus allen Wolken fällt und sich gleichzeitig bemüht, die Fassung zu bewahren. Es stellt sich die Frage, was im Leben überhaupt Sicherheit bietet, und wie man es schafft, von den Ereignissen nicht überrollt zu werden. Vielleicht geht es auch um Freiheit.

Foto: Filmladen Filmverleih

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Meine glückliche Familie-Meine glückliche Familie
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Meine glückliche Familie

Im Rahmen der ARS FEMINA 2018

Nur Di., 20.03., 19.30 Uhr im Rathaussaal
Drehbuch und Regie: Nana und Simon, D/GEO/F, 2017, 115 min.

Manana ist 52 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihren Geschwistern bei den Eltern. Es ist eine ganz normale Familie, eine ganz normale Familie in Georgien. Denn in den westlichen Gesellschaften gibt es diese Art von Großfamilien nur noch selten. Und nicht ohne Grund: Denn dort mischt sich jeder ein, kommentiert, kritisiert und redet auf den anderen ein, dass er dies oder das oder jenes tun oder lassen soll.

Von alledem hat Manana eines Tages genug und verkündet ihrer Familie ohne Angabe von Gründen, dass sie eine kleine Wohnung gemietet hat und ausziehen wird. Niemand in ihrer großen Familie versteht sie, aber sie weigert sich, etwas zu erklären und zieht einfach aus. Und erst nun fängt Manana an zu lernen, wer sie ist. Sie spielt wieder Gitarre, isst Kuchen zu Mittag und trifft sich mit alten Freunden. Sie trifft auch noch ihre Familie, aber wenn sie zu Hause ist, ist sie für sich und genießt die Stille, die sie immer schon vermisst hat.
Ein schöner leiser Film über die Emanzipation.

Ein Glücksfall fürs Kino! (Telérama)
Berauschend! (Spiegel Online)

Nana Ekvtimishvili (39) und Simon Groß (41) lernten einander während ihres Studiums kennen. Sie sind seit 14 Jahren ein Paar und leben abwechselnd in Nanas Heimat Georgien, wo sie mehrere Eisdielen betreiben, und in Berlin.
Ihr erster gemeinsamer Film Die langen hellen Nächte wurde 2014 als georgischer Beitrag
für die Oscarnominierung ausgewählt.

Die Menschen Georgiens und ihre besondere Beziehung zueinander und zur Welt sind die Themen der Filme von Nina und Simon. Es geht hauptsächlich um das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, um Tradition und Moderne und um die Geborgenheit und gleichzeitig die Enge einer Großfamilie.

Foto: Waystonefilms.com

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